Wie freier Wille, Schicksal und Seelenwünsche zusammenhängen

DARSHAN mit GOTT: Neuenburgersee
DARSHAN mit GOTT: Neuenburgersee

Wie freier Wille, Schicksal und Seelenwünsche zusammenhängen

Zum Einstieg in dieses interessante Thema wähle ich ein Buchzitat aus DARSHAN mit GOTT.

Ein normaler Wunsch hat ein Gewicht von einem Gramm.
Ein Herzens-/Seelenwunsch wiegt über eine Tonne.
Was hinterlässt in der Schöpfung einen tieferen »Eindruck«?

Wenn eine Fee zu Euch kommt und Euch drei Wünsche erfüllt,
dann bittet um Bedenkzeit, damit Ihr Eure wirklichen Wünsche
zuerst erforschen könnt.

Ihr kennt wahrscheinlich einige Märchen, Legenden und Geschichten zu den drei Wünschen. Im Prinzip laufen fast alle Geschichten darauf hinaus, dass der Wunsch-Besteller voreilig zwei unüberlegte Wünsche spontan äussert und danach den dritten Wunsch opfern muss, damit seine zwei vorhergehenden Wünsche rückgängig gemacht werden oder zumindest korrigiert werden. »Also schlussendlich ausser der Aufregung nichts gewesen.«

Wenn ihr mal in euerem Leben drei Wünsche äussern könnt bei einer Fee, dann beherzigt bitte meinen obigen Tipp zum Wünschen. So habt ihr dann wahrscheinlich wirklich drei Wünsche übrig. (Falls Ihr aber an eine knausrige Fee geraten seid, wird sie dies mit der Bedenkzeit gleich als einen geäusserten Wunsch abbuchen. So habt Ihr aber immer noch zwei Wünsche übrig.)

Im 22. Kapitel meines Buches DARSHAN mit GOTT: Freier Wille, Schicksal und spirituelle Aufgaben, beleuchtete ich diese Themen ausführlich anhand meiner Autobiografie und anderen sehr bekannten Geschichten. Mein Fazit zu diesen Themen ist: Es gibt einen freien Willen und ein Schicksal. Meine Schlussworte des 22. Kapitels waren: »Ich hoffe, dass ich Ihnen mit dieser Episode einigermassen deutlich machen konnte, was ein ganz normaler Wunsch und was ein wirklicher Herzens-/Seelenwunsch ist. Und welche Macht so ein Seelenwunsch entfaltet beziehungsweise hat. Man sollte daher seine Seelenwünsche genau anschauen, denn damit formt man sich – auf eine Art – auch sein Schicksal.« (Die Episode erzählt die Geschichte von Shirdi Sai Babas ersten Eltern und von seiner Geburt. Es beschreibt auch einen etwas verrückten Seelenwunsch und was alles kurz nach dessen Erfüllung geschah.)

Meine Seelenwünsche, die ich zwischen meinem neunten und zwölften Lebensjahr fasste, waren: Herauszufinden, ob es tatsächlich einen Gott gibt und ob es ein Weiterleben nach dem Tode gäbe. Ich wollte dies unbedingt wissen, es aber nicht aus einem Buch lesen oder es von jemandem mitgeteilt bekommen. Ich wollte meine eigenen Erfahrungen dazu haben! Als ich diesen Entschluss fasste, hatte ich die Gewissheit in mir, dass ich es in diesem Leben schaffen würde, die Antworten dazu zu bekommen!

Im 22. Kapitel lasse ich – unter anderem – nochmals den Tag ablaufen, an dem ich die Gotteserfahrung erlebte. Ich beschreibe dabei einige Entscheidungen, die ich an diesem Tag traf und die zu meiner Gotteserfahrung hinführten. Ich warf in meinem Buch DARSHAN mit GOTT die Fragen auf: Wie konnte ich diese »absolute Gewissheit« haben, dass ich dies in diesem Leben erfahren würde? Dies alles, je nachdem, sechs bis neun Jahre im Voraus, bevor die entsprechenden Erlebnisse zu mir kamen? Spricht dies nicht für ein einigermassen vorausbestimmtes Schicksal?

In den letzten Jahren ist mir immer mehr bewusst geworden, wie meine Seelenwünsche mein Schicksal geformt haben. Auch wie ich mit der Erfüllung der Wünsche umgehen sollte. Ich sehe es daher als meine Verpflichtung an, meine Erlebnisse und Erfahrungen mit der Welt zu teilen. Dies ist mein Vermächtnis an die Menschheit.